Fahrt nach Basel

Bericht zur Urnenbeisetzung von Dieter Forte

Von Freitag, den 14. Juni bis Samstag, den 15. Juni 2019 fuhren acht ausgewählte Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs mit Frau Gries im Rahmen der Urnenbeisetzung unseres Namensgebers Dieter Forte und einer ihm gewidmeten Gedenkveranstaltung nach Basel in die Schweiz. Zunächst möchten wir an dieser Stelle einen besonderen Dank an alle aussprechen, die diese Fahrt ermöglicht und uns die Chance gegeben haben einzigartige Erfahrungen zu sammeln, insbesondere dem Förderverein der Schule, der Firma „Die Schulküche“ und dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Nachdem Dieter Forte am 22. April 2019 leider verstarb, war es uns eine große Ehre, sowohl bei seiner Beisetzung anwesend sein zu dürfen, als auch mit einer einstudierten szenischen Darstellung etwas zur Gedenkfeier beizutragen.

Nach einer etwa vierstündigen Zugfahrt, erreichten wir das Hyve Hotel in Basel, wo wir nur kurz unser Gepäck ablegten, um uns dann auf den Weg zum Friedhof „Am Hörnli“ zu begeben. Dort angekommen, trafen wir auf die Vertreter des Fischer Verlages, die Direktorin des Heinrich-Heine- Instituts in Düsseldorf, unsere ehemalige Schulleiterin Frau Rössler sowie unseren Schulleiter Herrn Weitz und seine Frau. Es bestand die Möglichkeit, in einem gesonderten Raum, in der die Urne von Dieter Forte stand, nochmals an ihn zu denken, bevor wir uns im Anschluss gemeinsam zum Grab begaben. Dort wurden schließlich einige Passagen aus den Werken Dieter Fortes vorgetragen. Diese Geste empfanden wir als besonders aufrichtig in Anbetracht dessen, dass Dieter Forte sich sein gesamtes Leben der Literatur gewidmet hat. Auch wir als Schülerinnen und Schüler seiner Schule konnten uns ein letztes Mal verabschieden und legten symbolisch dazu je eine Blume in das Grab. Für die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte Oberbürgermeister Thomas Geisel einen Kranz geschickt. Während der Beisetzung lief, einige Meter von uns entfernt, ein junges Reh vorbei. Dieser doch so kleine und gleichzeitig bedeutungsvolle Vorfall komplettierte schließlich den Abschied. Wir verabschiedeten uns schließlich von den Beteiligten und begaben uns auf den Rückweg zum Hotel.

Im Hyve angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und richteten uns ein. Am späten Nachmittag trafen wir uns alle nochmal mit Frau Gries, um unser geprobtes Stück erneut durchzugehen. Im Anschluss stand uns nun die Option offen, die Stadt näher zu erkunden. Dies taten wir auch, nachdem wir zunächst gemeinsam gekocht und gegessen hatten. Wir spazierten den Rhein entlang und sahen sogar die Fähre, die allein durch die Strömung getrieben die Passagiere von dem einen zum anderen Rheinufer transportierte. Diesen Vorgang beschrieb auch Dieter Forte in seinem letzten Roman „Als der Himmel noch nicht benannt war“.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück räumten wir die Zimmer und machten uns ca. um 09.30 Uhr auf den Weg ins Theater Basel zur Matinée. Dort angekommen wurden wir herzlich von den Vertretern des Fischer Verlages begrüßt, die überhaupt diese Veranstaltung ermöglichten. Gemeinsam begaben wir uns zur Kleinen Bühne und machten uns mit dieser vertraut, bis das Programm um 11.00 Uhr begann. Es wurden zahlreiche, zum größten Teil sehr emotionale Reden gehalten. Nach der Ansprache von Herrn Weitz folgte schließlich unser Auftritt. In unserer szenischen Darstellung zeigten wir einen Ausschnitt aus einem Interview mit Dieter Forte: Er beschreibt dort seinen Prozess des Schreibens. Jürgen Hosemann vom Fischer Verlag sagte uns im Nachhinein: „Ihr habt mit eurem Stück Dieter Forte nochmals sprechen lassen.“ Damit war das offizielle Ende der Veranstaltung erreicht. Im Anschluss gab es noch einen sogenannten Apéro mit Häppchen und Getränken.

Etwas, was uns alle sehr berührte und freute, war die Aufgeschlossenheit und vor allem Dankbarkeit, mit der man unseren Auftritt aufnahm und lobte. Nach der Matinée hatten wir noch etwas Freizeit, die wir hauptsächlich in der Stadt und im Aufenthaltsbereich unseres Hotels verbrachten. Durch eine kurzfristige Streckenänderung unseres Zuges mussten wir uns eilig zu einem anderen Bahnhof begeben. Die Rückfahrt verlief insgesamt sehr ruhig, da wir alle ein wenig erschöpft waren.

Zusammenfassend möchten wir nochmals betonen, dass die Fahrt nach Basel eine Bereicherung sowie eine einzigartige Erfahrung war. Dass uns die Möglichkeit geboten wurde, unserem Namensgeber Dieter Forte als Vertreterinnen und Vertreter seiner Schule diese letzte Ehre zu erweisen, wissen wir sehr zu schätzen.

 

Wir gedenken Dieter Forte in unseren Herzen.

 

Geschrieben von Harjit Singh (Q1)

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