Ein positives soziales Klima ist uns an der Dieter- Forte Gesamtschule äußerst wichtig. Dafür ist Konfliktfähigkeit ein entscheidender Faktor. Konflikte können dazu beitragen, dass Kinder, Eltern und Lehrer sich weiterentwickeln und aufeinander zu bewegen. Wichtig ist, wie Konflikte gelöst werden. Bei der richtigen Haltung, ist der Umgang mit Differenzen bereichernd, dann können sie zur Selbsterkenntnis führen. Innovation, Kreativität und Vielfalt können genutzt und gefördert sowie Beziehungen gefestigt werden.

Damit Auseinandersetzungen schon früh kompetent aufgearbeitet werden können, haben wir an unserer Schule die Schulstreitschlichtung implementiert.

 

Was bedeutet Streitschlichtung?

 

Schlichtung oder auch Mediation ist die Vermittlung zwischen Konfliktparteien durch eine unparteiische dritte Person. Diese kann keine Konfliktlösung diktieren sondern hilft vielmehr, dass die Konfliktparteien sich auf eine Lösung einigen. Wichtig ist, dass Mediation immer freiwillig erfolgt, sie darf kein Sanktionsmittel darstellen.

Ziel der Schul-Streitschlichtung ist es folglich, Konflikte und Streitigkeiten friedlich zu lösen, so dass alle Beteiligten zufrieden sind. Es gibt keine Sieger und keine Verlierer.
In einem festgelegten Gesprächsablauf  haben die Streitenden Gelegenheit, ihre Standpunkte darzustellen, sich gegenseitig zuzuhören, miteinander zu reden, die Sichtweise des anderen kennenzulernen. Das ist die Grundlage, um über mögliche Lösungen des Konflikts nachzudenken. Die gefundenen Lösungen werden von den Konfliktpartnern in einer Art “Vertrag” in einem Schlichtungsformular festgehalten. Es soll eine verbindliche Lösung geben.

Wichtig ist:

  • Freiwilligkeit: Streitschlichtung kann immer nur ein Angebot, nie eine Auflage sein.
  • Unterschiedliche Überzeugungen dürfen nebeneinander stehen und müssen sich nicht gegenseitig vernichten.
  • Der Dialog ist der Weg sich zu begegnen.
  • Intention und Werte werden ausgedrückt durch das Leitbild einer konstruktiven Konfliktkultur, die durch Partizipation ein gutes Fundament erhält.

Die Schul-Streitschlichtung ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler,

  • die in einen Konflikt oder Streit verstrickt sind, den sie alleine nicht lösen können,
  • die nicht auf eine Ausweitung des Konflikts aus sind,
  • die möglichst selbst, d.h. ohne Erwachsene eine Lösung finden wollen,
  • die gerne mit ihrem Konfliktpartner wieder etwas gemeinsam anfangen wollen.

 

Für die Heranwachsenden geht es darum, dass sie schrittweise Handlungsweisen lernen, wie ein „anders streiten“ möglich ist. Sie sollen lernen durch Gespräche und Aushandeln Lösungen für Probleme zu finden, um dabei Konfliktlösungskompetenz zu entwickeln.

 

Das besondere an der Schulstreitschlichtung ist, wie der Name schon vermuten lässt, dieser Ausbau an Kompetenzen wird den Schülerinnen und Schülern durch weitere Mitschüler/innen näher gebracht.

Diese neutrale und verbale Streitschlichtung erfordert einige Qualifikationen von den Schülerinnen und Schülern, z.B. Einfühlungsvermögen und Sprachgeschick, Zurücknahme der eigenen Person, Beurteilungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen (für das Gespräch), Zuhören und Hörverstehen (paraphrasieren), Konfliktgegenstände und Lösungsmöglichkeiten kennen.

Entsprechend werden jeweils ca. 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8, die sich freiwillig melden, in einem Trainingsprogramm (ausgehend vom BMM), zu Streitschlichtern ausgebildet. Als Schüler der 9. Klasse werden sie im darauffolgenden Schuljahr als StreitschlichterInnen tätig und stehen den Schülerinnen und Schülern in jeder großen Pause und ansonsten nach Vereinbarung im Schlichtungsraum der Schule zur Verfügung.

 

Die Ansprechpartnerin für die Streitschlichter ist:

Frau Plett, Abteilung 1 - Vertrauenslehrerin

Frau Plett

Beratungslehrerin Abteilung I, Raum 124.2

Contact

Telefon: 0211-89-99622

Bitte beachten Sie, dass der angekündigte Studientag am 14.11.2017 entfällt und der Unterricht planmäßig stattfindet!